Posts mit dem Label wochenbett werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label wochenbett werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 19. September 2016

Bye bye Wochenbett.

Heute verbringen wir den Tag noch einmal im Bett, zum grössten Teil zumindest. Draussen regnet es in Strömen, da möchte man eh nicht vor die Tür.

Am frühen Morgen musste ich aber trotzdem raus und erstmal mit Miniminga2 das Auto in die Werkstatt bringen. Im Münchener Innenstadtbereich wird einem nämlich gerne das Auto zerkratzt. Many thanks, suckers!

Für den Rückweg mussten wir die U-Bahn nehmen, die an der Wiesn vorbeifährt. Heisst, dass sich in die eh schon vollen Züge zusätzlich die ganzen Wiesnbesucher drängen. Miniminga2 schläft friedlich in der Trage, aber mir wird es irgendwann zu eng. Nimmt irgendwie auch keiner Rücksicht auf den kleinen Zwerg, es wird einfach nur wild geschoben und die Meute zusammengequetscht. Ich steige lieber aus und spaziere durch den Regen nach Hause.

Auf dem Weg kaufe ich noch was zum Frühstücken und dann hüpfe ich mit der Kleinen ins Bett. Die Nacht war sehr unruhig und sie wollte fast stündlich trinken; wahrscheinlich wächst sie. Neben dem häufigen Anlegen probiere ich jetzt zum ersten mal die Bockshornkleekapseln, die angeblich die Milchmenge erhöhen sollen.



Wer das auch mal ausprobieren möchte, kann folgendem Amazon Affiliate Link folgen: BOCKSHORNKLEE aktiviert Kapseln, 90 St.

Mal sehen, ob das Anlegen und der Klee die Milch sprudeln lassen. Ansonsten muss ich mir mal wieder ein Weissbier (alkoholfrei) gönnen.

Die letzte Woche vom Wochenbett ist also angebrochen. Genau genommen sind es nur noch 5 Tage. Dann ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Ab nächster Woche geht die Rückbildung los und dann gibt es keine Ausreden mehr. SportyMum is on the run!

Montag, 5. September 2016

Noch ein bisschen im Wochenbettchen

Man sagt, das Wochenbett dauert sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit muss sich der Körper von der Geburt und der hormonellen Umstellung erholen. Bei mir sind es definitiv acht Wochen! Diese Zeit brauche ich; schliesslich bin ich mir sicher, dass dies mein letztes Wochenbett sein wird. Also will ich das geniessen und mich rundum erholen.

Erholen heisst für mich primär: ich mache nichts. Ich liege im Bett, auf der Couch, trinke Kaffee, esse, auf was ich Lust habe, netflixe, blogge und natürlich immer und alles mit dem Baby. Am liebsten hab ich das Baby auf mir drauf oder direkt neben mir. Die Große geht jetzt auch wieder in die Kita, sprich ich kann den halben Tag dem Nichtstun nachgehen. Yeah!



Mein Mann sieht das ja anders. Heute morgen, als er sich für die Arbeit fertig gemacht hat, hält er mir seine Socken unter die Nase als Beweis, wie "dreckig" unsere Wohnung ist. Ja, es ist ein wenig staubig. Die Putze ist gerade im Urlaub und bisher habe ich (!) nur das Nötigste gemacht. Ab und zu ein bisschen staubsaugen, Bad mal durchwischen, die meist genutzten Oberflächen abwischen - mehr aber auch nicht. Wozu auch, ich bin im Wochenbett!

Der Mann schlägt dann heute morgen doch tatsächlich vor (O-Ton): "Wenn dir heute langweilig ist, kannst du ja mal durchwischen."

Leider ist mir heute überhaupt nicht langweilig: ich hab einiges aufzuholen bei Netflix, Kaffee kocht sich auch nicht von alleine und Salat putzen und schnibbeln dauert auch seine Zeit.

Tut mir leid, geliebter Mann, heute bin ich einfach zu beschäftigt. Vielleicht ist mir ja morgen langweilig.

Donnerstag, 1. September 2016

Babyupdate - 1 Monat

Jetzt ist Miniminga2 schon 1 Monat bei uns, der erste "Milestone" ist geschafft. Da liegt sie ganz friedlich neben mir, die Süße mit ihrem Spock-Ohr.


Angelehnt an die Babyupdates auf dem Blog Cook'nRoll hier einmal die wichtigsten Fakten und Infos:

Babyupdate

Gewicht: 3760gr

Grösse: 55cm

Kleidergrösse: 50/56

Lieblingsbeschäftigung: Schlafen, essen, schlafen, pupsen, essen, schlafen, kurz blinzeln, schlafen, essen usw.

Das mag ich gar nicht: Geduld ist nicht ihre Sache :) Wenn sie Hunger hat, ihr kalt ist oder die Windel voll, wird gleich geschimpft und wenn man nicht gleich springt, wird auch schonmal laut krakeelt.

Das habe ich diesen Monat gelernt: Miniminga2 hat nur wenig wache Momente, aber in denen werde ich genaustens inspiziert und angeschaut von ihr. Ihre Augen folgen meinen Kopfbewegungen und sie schaut mich ganz konzentriert an. So süss.

Lieblingsspielsachen: Das Kind braucht neben Mamas Brust eigentlich nur einen Schnuller. Besonders wenn sie müde wird, nuckelt sie gerne an ihrem Kirschsauger. Die Schnuller sehen aus wie aus dem Kaugummi-Automaten; die gab es in der Klinik, und da hab ich gleich mal eine Handvoll eingesteckt.




Mamiupdate

Neue Erkenntnisse: Der Alltag mit zwei kleinen Mädchen kann sehr schön sein, aber die Stimmung kippt schnell und wenn, dann schreien beide gleichzeitig. Die beiden gleichzeitig zu beruhigen, ist schon eine Herausforderung.

Schreckmoment: Das Kind hat einen Mundsoor erwischt. Zum Glück habe ich diesen sofort erkannt und ein entsprechendes Mundgel besorgt (Samstag abends). Alles halb so wild, kenn ich schon von Miniminga1, aber dennoch einfach doof.

Dafür fehlt die Zeit: Für alles und nichts. Ich hab natürlich superviel Ideen, besonders bei diesem tollen Wetter, aber hey, ich bin immer noch im Wochenbett, also wird hier weiter nur gechillt, gekuschelt und im Bett rumgelegen. Sporty mum kommt irgendwann bestimmt noch zum Einsatz.

Der glücklichste Moment: Zum ersten Mal nur mit Miniminga2 im Sonnenschein spazieren zu gehen war wunderbar. Nach dem ganzen Anfangsdrama und nun mit zwei Kindern allein zu Hause, konnte ich diese besonderen Baby-Mama-Momente bisher noch gar nicht richtig geniessen. Das holen wir jetzt nach.

Nächte/Schlaf: Die Nächte sind genauso wie sie eben mit einem kleinen Baby sind. Zwischen 19h und 19.30h lege ich sie (ebenso wie die Grosse) ins Bett zum Schlafen und da schläft sie dann auch recht schnell alleine ein. Alle 3h wird sie wacht und möchte Trinken, danach schlummert sie aber auch wieder umgehend. In den frühen Morgenstunden kämpft sie ein wenig mit der Verdauung, aber da muss man eben durch. So ist das eben.

Das macht Mama glücklich: Meine beiden Mädels und die Zeit, die ich mit ihnen verbringe. Auch wenn die Grosse ab und zu eifersüchtig ist, ist sie so süss zu ihrer Schwester, hilft beim Wickeln, gibt ihr Küsschen und alarmiert mich sofort, wenn die Kleine den Schnuller verloren hat. Zu niedlich.


Samstag, 20. August 2016

Die ersten drei Wochen mit dem Baby

Ich kann es kaum glauben, jetzt ist Miniminga2 doch schon wirklich drei Wochen auf der Welt. Während wir ja leider mehr Zeit als geplant in der Klinik verbrachten mussten (nämlich zehn lange Tage), sind wir nun schon seit 11 Tagen zu Hause. Und was soll ich sagen: es ist wunderbar (bisher).

Miniminga2 ist bis dato ein recht pflegeleichtes Kind. Alle drei Stunden (und zwar fast auf die Minute pünktlich) fängt das Baby an zu schmatzen und möchte an den Busen. Wenn ich nicht schnell genug bin, wird auch mal geschrien, aber ansonsten wird eigentlich kaum gemeckert. Nach dem Trinken ist man dann auch recht schnell wieder müde und schläft ein. Ich kann Miniminga2 fast überall ablegen und dann schläft das Baby den Schlaf der Gerechten.

Das ist eine komplett neue Situation, lies sich Miniminga1 nie (und ich meine wirklich niemals) auch nur für eine Sekunde mal ablegen. Mit Miniminga1 bin ich täglich mehrere Stunden die Isar hoch und runtergerannt, das Kind schön im Kinderwagen schaukelnd. Trage fand Miniminga1 leider auch doof, genauso wie Stubenwagen oder andere von mir bereitete Schlafplätze. Geräuschkulissen wie Staubsauger/Föhn etc. fand sie auch nicht beruhigend. Lediglich im Kinderwagen (in ständiger Bewegung) fand sie ihre Ruhe und ich war einfach nur gestresst und oftmals am Ende meiner Kräfte. Erst ab dem vierten Monat ging es bergauf und das Kind wurde ruhiger.

Gut, Miniminga2 ist erst drei Wochen alt und ja ich weiss, irgendwann wird es auch mit dem zweiten Baby anstrengender. Sobald es fitter und wacher ist und mehr Unterhaltung bzw. Aufmerksamkeit möchte. Das ist mir schon klar. Aber bis dahin freue ich mich einfach, dass es momentan - nach all den Anfangsschwierigkeiten - einfach schön ist, dass das Baby da ist.

Natürlich ist es anstrengend mit zwei Kindern, besonders, da momentan die Kita für drei Wochen geschlossen ist und Miniminga1 den ganzen Tag bespasst werden möchte (wobei mich zum Glück meine liebe Mama momentan sehr viel unterstützt).

Für uns alle ist es eine grosse Umstellung, wir müssen uns an das Leben zu viert noch gewöhnen und Vieles muss sich noch einspielen, aber wir sind alle gesund und als Familie zusammen - und das ist doch das grösste Glück!

Dienstag, 16. August 2016

Zehn lange Tage auf der Intensivstation

Um es gleich vorweg zu nehmen: nach zehn anstrengenden und immer wieder bangenden Tagen hat sich alles zum Guten gewendet und wir wurden mittlerweile als gesund entlassen.

Wir sind zu Hause und können langsam das Kennenlernen geniessen. Dennoch muss ich mich zusammenreissen, dass ich nicht bei jedem Japser oder quietschenden Geräusch von Miniminga2 Panik bekomme. Das Kind ist gesund und wächst jetzt wie jedes andere Neugeborenen weiter.

Das ist alles so unfassbar, sah es doch noch vor kurzem ganz anders aus:

Die ersten Tage auf der NIPS erlebe ich wie in Trance. Ich bin immer noch geschockt ob des Lungenkollapses und könnte in einer Tour heulen. Aber ich habe mir vorgenommen stark für das Baby zu sein. Auch wenn es da völlig ruhig gestellt vor mir liegt, kriegt es doch irgendwie meine Anwesenheit mit. Wenn wir uns schon so kennenlernen müssen, dann soll es mich bitte als starke Supermom und nicht als Häufchen Elend wahrnehmen.

Die Ärzte haben direkt nach dem Lungenkollaps eine Drainage gelegt, um die überschüssige Luft zu ziehen. Schon beim Legen konnte sehr viel Luft abgezwackt werden und ein Ultraschallbild zeigte, dass das Herz wieder an die richtige Stelle gewandert ist. Zur Sicherheit bleibt die Drainage noch 48h drin und dann wird man versuchen, diese abzuklemmen. Sollte dann keine Luft mehr in den Brustkorb entweichen, ist der Riss in der Lunge verheilt.

48h Warten: in dieser Zeit ist das Kind weiter sediert und ich kann es durch den Inkubator bestaunen. Ab und zu darf ich meine Hand reinlegen, dabei flüstere ich Miniminga2 allerhand zu, was wir machen werden, sobald wir da wieder heile rauskommen. Durch eine Magensonde wird das Baby ernährt; alle 4h darf ich selber meine mühevoll abgepumpte Milch wieder ins Kind "zurückpumpen". Ansonsten warten, warten, warten und hoffen und zwischendurch pumpen und jeden einzelnen Tropfen Milch für das Kind sammeln.

Nach 2 Tagen kann die Drainage abgeklemmt werden, 4h später hat sich keine Luft mehr angesammelt und die Drainage wird gezogen. Thank god!

Ich selbst bin aber keine Patientin mehr, sondern nur noch Begleitperson und muss die Station verlassen. Die Klinik bietet mir ein Appartment im Personalwohnhaus an, das ich mir mit einer anderen Mami, die ebenfalls ihr Baby auf der NIPS hat, teile. Leider ist die neue Bleibe kein klinisch-reines Stationszimmer, sondern ein kleines, stickendes Loch in einem 50-er Jahre Plattenbau am Rande des Klinikgeländes.

Sagen nicht alle, man soll sich im Wochenbett ausruhen? Habe ich doch gerade erst ein Kind geboren, laufe ich jetzt jeden Morgen um 6h einmal quer über das Klinikgelände zur NIPS. Bis abends um 22h bleibe ich dort (oder auf der Wöchnerinnenstation, da ich dort das Essen bekomme). Jeder Tag wird anstrengender und ich merke, wie ich bald gar keine Kraft mehr habe.

Aber zum Glück geht es dem Kind besser. Kurz nach Entfernung der Drainage wird Miniminga2 extubiert und langsam aufgeweckt. Der Inkubator wird gegen ein normales Bett getauscht und es wird auch kein zusätzlicher Sauerstoff mehr benötigt. Letztendlich kann die Magensonde entfernt werden und das Kind darf selbstständig trinken. Grandios!

Die nächsten Tage muss das Kind aufgepäppelt werden, denn es nimmt täglich immer noch 80 bis 90 Gramm ab. Also halten wir uns an den strengen Plan: alle 4h Füttern, davon maximal 10 Minuten an der Brust (vorher und nachher wiegen), Rest der empfohlenen Mindesttrinkmenge per Fläschchen noch in das Kind reinzwingen. Zum Glück habe ich regelmässig gepumpt und genügend Muttermilch für die Fläschchen gesammelt. Es wird Frauenmilchpulver (hochkalorisches Supplement) in das Fläschchen gerührt, um das Kind zu mästen. Die ganze Prozedur widerspricht leider meiner Vorstellung des Stillens nach Bedarf, aber wenn es dem Baby hilft...

Und es hilft: die Waage zeigt endlich mehr, damit haben wir die letzte Hürde genommen und dürfen heim. Welch ein Glück!


Mittwoch, 27. Juli 2016

Legga-schmegga-Haufen oder auch Stillpralinen

Vor kurzem habe ich auf dem wundervollen Blog "Der Stillzwerg" ein wunderbares Rezept zu veganen Stillpralinen gesehen. Das Rezept musste ich mir gleich abspeichern und unbedingt ausprobieren. Die sind doch perfekt fürs Wochenbett; ausserdem kann man sie wunderbar auf Vorrat produzieren und da sie im Tiefkühler aufbewahrt werden, halten die Dinger auch ewig (theoretisch - ich geh allerdings davon aus, dass die ruckzuck weg sind).

Vorgestern habe ich meine liebe Freundin C besucht, die vor 3 Wochen ihre kleine Maus geboren hat und jetzt natürlich mitten in den ersten wilden Wochen steckt, in denen noch alles ganz neu ist. Die Pralinen wollte ich ihr unbedingt mitbringen, denn ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als das Baby manchmal so unruhig war, dass es ständig am Busen hing, man nicht wirklich zum Essen kam und sich der Unterzucker irgendwann bemerkbar machte. Da kommt doch so ein Minisnack aus dem Gefrierfach ganz recht. Wenigstens als kurzer Energieschub, bevor dann die richtige Nahrung kommt (oder danach oder zwischendurch oder wann man es eben gerade braucht).

Die Zutaten hatte ich sowieso fast alle da, denn ich liebe Nussmuse über alles und nutze sie recht häufig als Snack, Brotaufstrich oder aber auch um vegane Sossen zuzubereiten (ich bin kein Veganer, habe eine vegane Lebensweise eine Weile ausprobiert und esse heute immer mal wieder vegane Mahlzeiten). Gepopptes Amaranth und Quinoa kommt eh immer in die Müslimischung oder ins Joghurt und Agavendicksaft ist mein Lieblingssüssungsmittel.

Die Zutaten sind schnell verrührt, das Rezept ist also super-easy-peasy. Die hellen Pralinen liessen sich nicht so gut rollen, die dunkleren dafür richtig gut. Egal, ich hab nicht den Anspruch perfekt kreisrunde Pralinen zu drehen, werden es halt kleine Haufen. Legga-schmegga-Haufen.



Dann kommen die kleinen Bömbchen ins Gefrierfach und sind theoretisch nach 15 Minuten fertig. Hab ich natürlich direkt probiert, saugut! Die kleinen Pralinen sind auch bei meiner Freundin gut angekommen. Jetzt muss ich mir auch noch einen kleinen Vorrat kneten (und möglichst vor dem Kerl verstecken, sonst sehe ich davon keine Einzige).

Gut, ich bin dann mal mehr Nussmus kaufen.